Die Geschichte der Breguet Type 20 gehört zu den faszinierendsten Kapiteln der frühen Fliegerchronographen. Ihren Ursprung hat sie in den Anforderungen des französischen Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1954, das einen robusten und präzisen Chronographen für die französischen Streitkräfte forderte.
Gefordert waren unter anderem eine Flyback-Funktion, ein besonders gut ablesbares schwarzes Zifferblatt, hohe Zuverlässigkeit und eine Ganggenauigkeit von maximal acht Sekunden Abweichung pro Tag. Auch die Gehäusegröße war mit etwa 37 bis 39 mm klar vorgegeben. Die militärische Bezeichnung für diese Spezifikation lautete Type 20.
Breguet entwickelte daraufhin einen entsprechenden Fliegerchronographen, ließ die Fertigung jedoch nicht vollständig im eigenen Haus durchführen. Bei der Umsetzung spielte Mathey-Tissot eine wichtige Rolle. Das Schweizer Unternehmen verfügte über umfangreiche Erfahrung in der Fertigung hochwertiger Chronographen und übernahm unter anderem die Montage von Type-20-Uhren für Breguet.
Von der militärischen Breguet Type 20 wurden rund 2.000 Exemplare für das französische Verteidigungsministerium gefertigt. Die Uhren kamen bei der französischen Luftwaffe und insbesondere auch bei der Marine Nationale Aéronautique Navale zum Einsatz. Für Piloten und Navigatoren war der Chronograph ein präzises Instrument zur Zeitmessung und Navigation.
Neben der militärischen Ausführung existierten auch zivile Type-20-Varianten von Mathey-Tissot. Sie orientierten sich eng an den militärischen Vorgaben und verwendeten Komponenten und technische Lösungen aus demselben Umfeld. Diese zivile Ausführung ist heute wesentlich weniger bekannt als die Breguet-Version, macht die Geschichte der Type 20 jedoch umso interessanter.
Ein besonders faszinierendes Kapitel ist das Schicksal der militärischen Uhren. In der Uhrensammlerszene ist seit Langem die Überlieferung bekannt, dass ein großer Teil der ursprünglich rund 2.000 für das französische Verteidigungsministerium gefertigten Exemplare nach ihrer Ausmusterung eingezogen und vernichtet worden sein soll. Ob tatsächlich die gesamte überlieferte Zahl von Uhren zerstört wurde, lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei nachvollziehen.
Diese Geschichte gehört dennoch fest zur Überlieferung rund um die frühen Breguet Type 20 und trägt bis heute zu ihrer besonderen Faszination bei. Sicher ist, dass nur wenige originale militärische Exemplare erhalten geblieben sind. Ihre Seltenheit, ihre militärische Herkunft und ihre Bedeutung für die Entwicklung moderner Fliegerchronographen machen sie heute zu begehrten historischen Zeitzeugen.
Die Type 20 wurde damit zu einem Meilenstein der militärischen Fliegerchronographen. Ihre Gestaltung – schwarzes Zifferblatt, kontrastreiche Hilfszifferblätter, drehbare Lünette und die für Piloten besonders praktische Flyback-Funktion – prägte eine Designsprache, die weit über ihre ursprüngliche militärische Verwendung hinaus Bestand hatte.
Später führte Breguet diese Tradition unter der Bezeichnung Type XX fort. Die Verbindung von militärischer Instrumentenuhr, präzisem Chronographen und klarer, funktionaler Gestaltung wurde damit zu einem festen Bestandteil der Geschichte der Marke.
Für die frühen Sinn-Fliegerchronographen ist diese Geschichte besonders interessant: Die Verbindungen zwischen Helmut Sinn, Breguet und Mathey-Tissot bilden einen wichtigen Hintergrund, um die gestalterische und technische Nähe bestimmter früher Sinn-Modelle zu den Type-20- und Type-XX-Chronographen zu verstehen.


Sinn Type XX und die Wurzeln eines legendären Fliegerchronographen








Sinn
Mathey-Tissot
Breguet
Girard Perregaux
SINN TYPE XX
Das Gehäuse ist mit einem verschraubten Gehäuseboden ausgestattet. Das schwarze Zifferblatt verfügt über drei Hilfszifferblätter.
Der Chronograph besitzt einen 15-Minuten-Zähler bei 3 Uhr sowie einen 12-Stunden-Zähler bei 6 Uhr. Die permanente Sekunde befindet sich bei 9 Uhr.
Die beidseitig drehbare Edelstahllünette ist mit Minutenmarkierungen versehen und trägt bei 12 Uhr eine Dreiecksmarkierung.
Auf der Außenseite des Gehäusebodens befindet sich die Seriennummer. Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Valjoux 72, dessen Werksignatur sich unterhalb der Unruh befindet.
Die Seriennummer ist sechsstellig und beginnt mit „275 XXX“.


Gehäuseboden
Der äußere Gehäuseboden trägt die Seriennummer. Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Valjoux 72, dessen Werksignatur sich unterhalb der Unruh befindet.
Die sechsstellige Seriennummer beginnt mit „275 XXX“. Der bekannte Mathey-Tissot-Seriennummernbereich dieses Modells reicht von 234903 bis 279460.
Das Gehäuse besitzt einen Durchmesser von 38,6 mm bei einer Höhe von 15 mm. Der Bandanstoß beträgt 19 mm.


Uhrwerk
Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Valjoux 72, ein klassisches Schaltrad-Chronographenwerk mit 60-Sekunden-, 15-Minuten- und 12-Stunden-Zähler. Die permanente Sekunde ergänzt die Anzeigen.
Das Werk verfügt über 17 Juwelen und arbeitet mit einer Frequenz von 18.000 A/h..




SINN TYPE 20
Das Gehäuse ist mit einem verschraubten Gehäuseboden ausgestattet. Das schwarze Zifferblatt verfügt über zwei Hilfszifferblätter.
Der Chronograph besitzt einen 15-Minuten-Zähler bei 3 Uhr sowie eine permanente Sekunde bei 9 Uhr. Die beidseitig drehbare Edelstahllünette ist mit Minutenmarkierungen versehen und trägt bei 12 Uhr eine Dreiecksmarkierung.
Auf der Außenseite des Gehäusebodens befindet sich die Seriennummer. Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Valjoux 23, dessen Werksignatur sich unterhalb der Unruh befindet.
Die Seriennummer ist sechsstellig und beginnt mit „265 XXX“.


Gehäuseboden
Der äußere Gehäuseboden trägt die Seriennummer. Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Valjoux 23, dessen Werksignatur sich unterhalb der Unruh befindet.
Die sechsstellige Seriennummer beginnt mit „265 XXX“. Der bekannte Mathey-Tissot-Seriennummernbereich reicht von 234903 bis 279460.
Das Gehäuse besitzt einen Durchmesser von 38,6 mm bei einer Höhe von 15 mm. Der Bandanstoß beträgt 19 mm.


Uhrwerk
Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Valjoux 23, ein klassisches Schaltrad-Chronographenwerk mit 60-Sekunden- und 15-Minuten-Zähler.
Die permanente Sekunde ergänzt die Anzeigen.
Das Werk verfügt über 17 Juwelen und arbeitet mit einer Frequenz von 18.000 A/h.


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